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Eine der häufigsten Anwendungen für GIMP ist das Erstellen oder Bearbeiten von Bildern zur Verwendung im Web (z.B. für die eigene Homepage). Dies bedeutet, dass die Bilder so gut wie möglich aussehen, aber dennoch eine kleine Dateigröße aufweisen sollen, um Bandbreite zu sparen und die Ladezeiten der Webseiten nicht unnötig zu erhöhen. Dieser Abschnitt soll Ihnen zeigen, wie man kleine Dateien bei geringem Qualitätsverlust erstellt.
Die optimale Lösung hängt vom Bildtyp und dem verwendeten Dateiformat ab. Wenn Sie ein Foto, welches meist viele feinstufige Farbverläufe enthält, veröffentlichen wollen, sei Ihnen JPEG als Format zum Speichern empfohlen. Wenn es sich jedoch um eine Zeichnung oder selbsterstellte Grafik handelt, benutzen Sie besser das PNG-Format.
Als erstes öffnen Sie wie immer Ihr Bild. Als Beispielbild benutze ich hier das GIMP-Maskottchen „Wilber“.
Das Bild befindet sich jetzt im RGB-Modus mit einem zusätzlichen Alphakanal (RGBA). Meistens benötigen Sie keinen Alphakanal, wenn Sie Bilder für das Web erstellen möchten. Daher können Sie ihn entfernen. Das geschieht durch einen Klick auf Bild zusammenfügen.
Fotos haben meist keinen Alphakanal, so dass Sie dieses wahrscheinlich im RGB-Modus geöffnet haben und Sie den Alphakanal nicht entfernen müssen.
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Anmerkung |
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Enthält die Grafik einen weichen Übergang zu transparenten Bereichen, sollten Sie den Alphakanal nicht entfernen, da hier die Informationen für die Überblendung gespeichert werden. Wollen Sie eine Grafik mit transparenten Bereichen ohne weiche Übergänge speichern (ähnlich dem GIF-Format), können Sie den Alphakanal entfernen. |
Nachdem Sie das Bild zusammengefügt haben, speichern Sie das Bild im PNG-Format für Ihre Webseite.
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Anmerkung |
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Sie können das PNG mit den Vorgabeeinstellungen speichern. Benutzen Sie auf jeden Fall die maximale Kompression. Das wird keine negativen qualitativen Auswirkungen wie beim JPEG-Format auf das Bild haben. Haben Sie ein Foto geöffnet, kommt es auf den besten Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität des Bildes an. Mehr Informationen dazu finden Sie unter ???. |
Wenn Sie die Dateigröße noch etwas mehr reduzieren wollen, können Sie das Bild in den Modus „Indiziert“ konvertieren. (Siehe Abschnitt 6.6, „Indiziert“) Das heißt, dass die vielen Farben auf nur 256 reduziert werden. Um Bilder schlechter Qualität zu vermeiden, ist diese Methode jedoch nicht für Fotos oder Bilder mit feinen Farbübergängen zu empfehlen.
Abbildung 6.2. Das Bild im Modus „indiziert“
Das indizierte Bild kann etwas körnig aussehen. Das linke Bild zeigt Wilber in Originalgröße, das rechte Bild in 300facher Vergrößerung
Benutzen Sie das in Abschnitt 6.3, „Modus“ beschriebene Kommando, um das Bild von RGB in den indizierten Farbmodus zu konvertieren.
Nachdem das Bild konvertiert wurde, können Sie das Bild nochmals als PNGspeichern.
Die unterschiedlichen Grafikformate bieten zwei grundsätzliche Möglichkeiten, um transparente Bereiche in Bildern zu ermöglichen: einfache binäre Transparenz und Alpha-Transparenz. Die erste erwähnte Möglichkeit, binäre Transparenz, wird vom GIF-Grafikformat unterstützt. Es kann eine Farbe aus der indizierten Farbpalette als transparente Farbe markieren. Alpha-Transparenz wird vom PNG-Format unterstützt, welches seine Informationen zur Transparenz in einem separaten Farbkanal hält: dem Alphakanal.
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Anmerkung |
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Das GIF-Format wird nur selten verwendet, da PNG alle Features von GIF unterstützt und dazu zusätzliche Features wie z.B. Alpha-Transparenz. Allerdings wird GIF noch für Animationen genutzt. |
Prozedur 6.1. Ein Bild mit transparenten Bereichen erstellen (Alpha-Transparenz)
Wir benutzen das gleiche Bild wie in den vergangenen Tutorials: Wilber, das GIMP-Maskottchen.
Eine Bedingung, um Bilder mit Alpha-Transparenz speichern zu können, ist der Alphakanal. Um zu überprüfen, ob ein Bild einen Alphakanal besitzt, öffnen Sie den Kanal-Dialog und überprüfen, ob neben Rot, Grün und Blau ebenfalls ein Eintrag mit „Alpha“ existiert. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen Sie einen neuen Alphakanal hinzufügen.
Die ursprüngliche XCF-Datei enthält Hintergrundebenen, die Sie entfernen können. GIMP enthält einige Standardfilter, die das Erstellen von Farbverläufen unterstützen (sehen Sie unter + nach). Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Möglichkeiten von Alpha-Transparenz demonstriert hier ein leichtes Hintergrundglühen um Wilber herum.
Wenn Sie mit dem Bild fertig sind, können sie das Bild im PNG-Formatspeichern
Abbildung 6.4. Darstellung der Transparenz
Die kleinen grauen Kästchen in der Hintergrundebene stellen die transparente Region des gesicherten Bildes dar, während Sie das Bild mit GIMP bearbeiten.